Zahnfleischbluten hat fast jeder schon einmal erlebt: Meist harmlos, manchmal aber ein Warnsignal. Wenn Entzündungen nicht abheilen, kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln – eine chronische Erkrankung des Zahnhalteapparats, die unbehandelt zum Zahnverlust führen kann.
Wir nehmen dieses Thema sehr ernst, denn Parodontitis betrifft nicht nur den Mund, sondern den ganzen Körper. Studien zeigen: Sie steht in enger Wechselwirkung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Schwangerschaftskomplikationen und kann auch den Erfolg von Implantaten gefährden.
Je früher sie erkannt wird, desto besser lässt sich der Krankheitsverlauf stoppen. Typische Anzeichen sind Zahnfleischbluten, Mundgeruch, Zahnfleischrückgang oder ein „Lockerheitsgefühl“ der Zähne. In unserer Praxis prüfen wir regelmäßig die Taschentiefe und den Zustand des Zahnfleisches – sanft, präzise und mit modernster Diagnostik.
Nicht vergessen:
Eine unbehandelte Zahnfleischentzündung (Gingivitis) kann sich unbemerkt zu einer Parodontitis entwickeln. Regelmäßige Prophylaxe und gute Mundhygiene sind die beste Vorsorge.
Unsere Behandlung zielt darauf ab, die Entzündung zu stoppen, Bakterien zu reduzieren und das Gewebe zu stabilisieren. Neben der klassischen nicht-chirurgischen Parodontitistherapie setzen wir, je nach Befund, ergänzend moderne Verfahren ein:
Damit Sie langfristig von der Behandlung profitieren, begleiten wir Sie mit einem individuellen Erhaltungskonzept – abgestimmt auf Ihre Mundgesundheit.

Nach der aktiven Therapie beginnt die wichtigste Phase: die Erhaltung.
Unser Prophylaxeprogramm sorgt dafür, dass die Entzündung nicht zurückkehrt. Dazu gehören regelmäßige professionelle Zahnreinigungen (1–4 Mal jährlich), angepasst an Ihr persönliches Risiko.
Auch bei Implantaten ist diese Nachsorge entscheidend, um Periimplantitis, also Entzündungen rund um das Implantat, zu vermeiden.
Tipp:
Kleine Schritte, große Wirkung – wer regelmäßig zur Nachsorge kommt, kann den Behandlungserfolg dauerhaft sichern und neue Entzündungen verhindern.
Eine Parodontitis ist keine reine „Zahnfleischerkrankung“.
Bakterien und Entzündungsstoffe gelangen über die Blutbahn in den Körper und können dort andere Organe beeinflussen. Besonders betroffen sind Herz, Gefäße und Stoffwechsel.
Deshalb ist eine gesunde Mundflora ein wichtiger Baustein für Ihre Gesamtgesundheit – und ein Plus für Ihr Wohlbefinden.
Wir freuen uns darauf, Sie bei uns in der Praxis zu begrüßen.
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Eine Parodontitis-Behandlung ist nur so gut wie die Bedingungen, unter denen sie stattfindet – und da spielen einige Faktoren eine wichtige Rolle, die wir gemeinsam mit Ihnen besprechen.
Rauchen ist einer der bedeutendsten Risikofaktoren: Es erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit, an Parodontitis zu erkranken, erheblich – es beeinträchtigt auch die Wundheilung nach der Behandlung spürbar. Das Zahnfleisch reagiert langsamer, die Therapie wirkt weniger gut.
Auch Diabetes mellitus steht in einem engen Wechselverhältnis mit Parodontitis: Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig negativ. Wer seinen Blutzucker gut einstellt, verbessert damit auch die Heilungschancen im Mund – und umgekehrt.
Weitere Faktoren, die wir bei der Behandlungsplanung berücksichtigen, sind mangelnde Mundhygiene zu Hause, Stress sowie bestimmte Medikamente, die das Zahnfleisch beeinflussen können.
Deshalb klären wir vor jeder Behandlung gemeinsam mit Ihnen ab, welche individuellen Risiken bei Ihnen vorliegen – und wie wir die Therapie so gestalten, dass sie bestmöglich wirkt.
Ja – und das ist ein Punkt, den wir Ihnen gegenüber offen ansprechen möchten.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Parodontitis-Behandlung seit Juli 2021 als vollständige Kassenleistung – inklusive der anschließenden Nachsorge (UPT) für bis zu zwei Jahre. Voraussetzung ist jedoch, dass die Behandlung vorab bei der Krankenkasse beantragt und genehmigt wird.
Wichtig zu wissen: Die Richtlinie zur Parodontitisbehandlung sieht ausdrücklich vor, dass Patienten die Therapie aktiv unterstützen – zum Beispiel durch eine konsequente Mundhygiene zu Hause. Wird die Mitarbeit nicht erbracht oder werden Nachsorgetermine nicht wahrgenommen, kann die Krankenkasse die weitere Kostenübernahme einschränken oder die Nachsorge nicht verlängern.
Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess – von der Antragstellung bis zur Nachsorge – und zeigen Ihnen, wie Sie mit einfachen Maßnahmen zu Hause dazu beitragen können, dass Ihre Behandlung dauerhaft erfolgreich bleibt.
Nein – die Behandlung erfolgt unter lokaler Betäubung und ist in der Regel schmerzfrei. Viele Patienten sind überrascht, wie angenehm sie verläuft.
Das hängt vom Schweregrad ab. In der Regel umfasst sie mehrere Sitzungen, gefolgt von regelmäßigen Kontroll- und Nachsorgeterminen.
Ja, wenn die Nachsorge vernachlässigt wird. Deshalb legen wir großen Wert auf unser Recall-System und individuelle Prophylaxeintervalle.
Gerade bei Implantaten ist eine entzündungsfreie Mundumgebung entscheidend. Wir stimmen die Behandlung und Nachsorge speziell auf Ihre Implantate ab, um sie langfristig zu schützen.
Ja – in vielen Fällen ist Parodontitis die Ursache für chronischen Mundgeruch. Nach erfolgreicher Therapie bessert sich der Atem meist deutlich.
MIT ALIGNERN:
UNSICHTBARE ZAHNKORREKTUR